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Die freie Meinung



Viele Menschen auf dieser Welt leben in einer erdrückenden Zwangsjacke. Sie haben ein eigenes Leben, machen eigenen Erfahrungen, genießen Schulbildung, Begegnungen mit anderen Menschen und dürfen darüber nicht frei ihre eigene Meinung äußern. Was ist das für ein Leben, wenn Augen, Ohren und andere Sinne offen sind, der Mund dagegen schweigen muss? Es gibt noch viele Länder, in denen ein Meinungsdiktat herrscht. Dass es hier in der Familie, zwischen Freunden und dem Staat zu Fehlentwicklungen kommt, liegt auf der Hand. Wir Deutschen haben glücklicherweise diese bitteren Zeiten nach dem letzten Weltkrieg überwunden.

In Deutschland haben wir das Recht auf Meinungsfreiheit in unserem Grundgesetz festgeschrieben. Aufpassen müssen wir, dass die Grenzen zur Beleidigung, Falschmeldungen und Betrug nicht überschritten werden. Das ist gut und zeigt, dass auch die Freiheit der Meinung Grenzen hat.

Eine Frage taucht immer mehr auf, wie in freien Ländern mit dieser Freiheit umgegangen wird. Dabei ist "Political Correctness" eine häufige Beobachtung. Politiker und andere führende Kräfte erklären, was richtig und falsch ist. Wenn es sich um Themen handelt, bei denen man ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge benötigt, ist es gut so. Niemand kann über Details in der Atomtechnik reden, wenn das nötige Wissen dazu fehlt. Kritisch wird es, wenn sich hinter "Political Correctness" Persönlichkeiten mit einem bestimmten Interesse verbergen mit dem Ziel, die freie Meinung zu manipulieren. Diese Erscheinung findet man in der Politik, Gerichtswesen, im privaten Bereich, bei Menschen mit Rechtfertigungszwang usw. Diese Beobachtung gibt es auch in Kirchen, wenn führende Geistliche ein gesamtes Kirchenvolk in eine bestimmte Richtung drängen, die man in den entsprechenden Glaubensbüchern nicht wiederfindet. Beispiele dafür sind die Homoehe, Evolutionstheorie, politische Festlegungen u.ä.

Wer sich gegen eine Homoehe ausspricht wird abfällig als "homophob" bezeichnet, gerade so als ob man diese Meinung nicht vertreten darf. Rufer der Homophobie übersehen dabei, dass die Gegner dieser Eheform konkrete Gründe haben, die aber mit dem zum Schlachtruf gewordenen Begriff "Homophobie" in die Bedeutungslosigkeit geschickt werden. Das ist kein Ausdruck von freier Meinungsäußerung!

Ganz allgemein kann man feststellen, dass Menschen aus dem Lager der "Political Correctness" eine wesentliche Charaktereigenschaft an den Tag legen. Sie rufen laut nach persönlicher Meinungsfreiheit und schicken gleichzeitig Andersdenkende mit Schlachtwörtern in die Bedeutungslosigkeit. Hier wird das Grundrecht auf Meinungsfreiheit missbraucht.

Ein erschreckendes Beispiel hat die Politikerin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) in einer Rede geliefert:

Kurz vor Beginn des Umzugs (beim Christopher Street Day) sprach bereits Grünen-Chefin Göring-Eckardt in Hannover. Und die 51-jährige war im Wahlkampfmodus: "Ohne 'Ehe für alle' gehen die Grünen in keine einzige Koalition. Das verspreche ich euch." Laut und energisch sprach Göring-Eckardt über ihr Unverständnis, dass es immer noch so viele Konservative gibt: "Diese Leute sind nicht homophob, das sind einfach Arschlöcher", rief sie.

Quelle
idea Spektrum, Nachrichten und Meinungen aus der evangelischen Welt - Ausgabe 2017, Nr. 24, Seite 7
Diesen Bericht hat idea aus folgender Zeitung wiedergegeben: "Die Tageszeitung Neue Presse (Hannover) über Göring-Eckardt, die auch der EKD-Synode angehört."

Anmerkung des Verfassers
Andersdenkende als "Arschlöcher" zu bezeichnen ist besonders dann verwerflich, wenn diese Personen in gesetzgebenden Verfahren (Bundestag) Verantwortung tragen.


Wie gehen wir Christen damit um? Sollen wir nun schweigen, wenn sich unsere Ansichten nicht mit den Vorstellungen anderer Persönlichkeiten decken? Ist es erstrebenswert, in den Augen von Frau Katrin Göring-Eckardt kein "Arschloch" zu sein? Nein, wir müssen reden, auch wenn unsere Meinung nicht dem gegenwärtigen Stand der Vorstellungen entspricht. Ich selber vermeide als Christ Beleidigungen und Falschmeldungen, wenn sie mir bewusst werden, erwarte dagegen Respekt, wenn ich mich zu politischen und ethischen Fragen oder Abtreibung und Homoehe ausspreche. Es ist eine freie Meinungsäußerung, die sich mit unserem verbrieften Grundrecht begründet.

Mit einer freien Meinungsäußerung wird grundsätzlich kein Mensch diskriminiert, wenn sie unter Wahrung des Anstandes vorgetragen wird. Diskriminierung fängt erst dann an, wenn die entsprechenden Menschen persönliche Nachteile erfahren. Das ist aber ein weiteres Thema und würde hier den Rahmen sprengen.
© Aug 2017 - Karl Willnat, Duisburg
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Begriffe



Political Correctness
Korrektes Denken nach politischen Vorgaben, auch wenn die persönliche Meinung dem widerspricht.

Je nach Situation werden mit diesem Begriff Schlachtwörter gebildet, um die Ansichten anderer Menschen in die Versenkung zu schicken. Weil diese Methode kein Denkverbot darstellt, wendet man sie häufig an und umgeht damit das Recht auf Meinungsfreiheit bei seinem Gegenüber.

Homophobie (aus Wikipedia)
1. Eine gegen Lesben und Schwule gerichtete soziale Aversion (Abneigung) oder Feindseligkeit.

2. Homophobie wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Xenophobie oder Sexismus unter den Begriff "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" gefasst und ist demnach nicht krankhaft abnorm bedingt. Als Lesbophobie wird ein sich mit Homophobie überschneidendes, sexistisches Verhalten gegenüber lesbischen Frauen bezeichnet und ist durch eine doppelte Diskriminierung der davon betroffenen Frauen charakterisiert.

Homophobes Verhalten steht teilweise in einem engen Zusammenhang zur Transphobie, da Außenstehende die vermeintliche Homosexualität einer Person häufig an deren Abweichung von als geschlechtstypisch geltenden Verhaltens- und Ausdrucksweisen zu erkennen glauben.