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Passionszeit - Der Abendmahlssaal in Jerusalem



Der Abendmahlssaal in Jerusalem Das Dämmerlicht des Morgens fiel nur zögernd durch die kleinen Fenster des Obergemachs, ließ die Häuser draußen fahl wie Grabsteine erscheinen. Zumindest war es für Andreas so, und die Mienen der anderen Jünger ließen nicht auf hoffnungsvollere Gedanken schließen. Einige von ihnen schliefen noch, andere saßen mit leeren Mienen an dem Tisch, an dem sie vor drei Tagen noch das Passahmahl mit dem Meister gefeiert hatten. Bevor... Petrus ging im Hintergrund des Raumes auf und ab, unruhig wie ein Löwe im Käfig. Andreas war aufgewacht, als Maria Magdalena und die anderen Frauen in aller Frühe das Haus verlassen hatten. Sie wollten Jesu Leichnam mit wohlriechenden Ölen salben, die treuen Seelen. Andreas und die anderen Jünger konnten sich zu keiner Tätigkeit aufraffen, unschlüssig, wie es weitergehen sollte. Alles lag in Scherben. Jesus war tot. Gekreuzigt. War er nicht der Messias, der Retter, der wie ein König in Jerusalem eingezogen war? Nun lag sein Leib leblos im Felsengrab des Josef von Arimathäa, und sie saßen hier, verlassen wie Waisen und wussten nicht weiter. Gestern hatte der Besitzer des Saales, in dem sie Abendmahl gefeiert hatten, schon mal höflich angefragt, wie lange sie das Obergemach noch benötigen würden. Petrus hatte ihn abgewimmelt. Fürs erste. Wo sollten sie denn hin? Sollten sie überhaupt zusammenbleiben? Aber was sonst? Wieder auseinander gehen, jeder in sein altes Leben? Wie konnte es ein Leben für sie geben, ein Leben nach Jesus? Die anderen waren für Andreas' Familie, vertraut wie Brüder. Hier,an diesem Tisch hatten sie gesessen, Jesus hatte den einfachen Kelch erhoben, der jetzt sauber aber vergessen am Platz des Meisters stand, hatte das Brot mit ihnen geteilt: "Das ist mein Leib. Das ist mein Blut." Sie hatten es nicht verstanden. Es war kein Passahmahl gewesen, wie sie gewöhnt waren. Aber bei allem, was geschah, war Jesus kein bisschen überrascht gewesen. Er wusste, hatte gewusst, was kommen würde. Und trotzdem hatten sie ihn getötet. War jetzt alles vorbei? Eine Fliege setzte sich auf einen Arm und krabbelte interessiert hin und her. Andreas wollte sie erschlagen, aber dann ließ er die Hand resigniert sinken. Vielleicht war es das, was ihnen bevorstand. Ausgemerzt werden. Sie alle hatten sich den Hohen Rat zum Feind gemacht. Warum sollte es ihnen besser gehen als ihrem Meister? Eine kalte Hand wollte Andreas die Kehle zuschnüren. Dann aber riss ihn Fußgetrappel aus seinen ängstlichen Gedanken. Das waren die Frauen, Maria und die anderen. Andreas drückte die Nase ans Fenster. Wieso rannten sie denn so in Windeseile zurück zu ihrem Haus? Und wieso sahen sie so glücklich aus? Wie konnten ihre Gesichter nur so strahlen?

Und wir?

Wie lange warten wir schon auf Jesus, aber erwarten ihn nicht? Wie lange sitzen wir schon in der Dunkelheit, sehen nur uns selbst und unsere Not? Oder wie lange machen wir schon Pläne, sind eifrig beschäftigt, aber sehen nur auf unsere Möglichkeiten, nicht auf seine? Machen Pläne, ohne ihn? Wie lange warten wir schon auf Jesus, aber erwarten ihn nicht? Kann man schon so lange Christ sein, und sich so alleine fühlen? So resigniert? Aber es ist nicht wichtig, wie wir uns fühlen. Es ist nicht wichtig, wie groß oder klein unsere Möglichkeiten und Pläne sind. Wir dürfen Jesus erwarten. Er kommt. "Am dritten Tage auferstanden von den Toten." Er kommt. Die Nacht möchte ihre Dunkelheit festhalten, sie wie eine Decke über den Kopf ziehen. Aber die Morgensonne vertreibt alle Schatten, und die Nacht muss weichen. Jesus kommt. Wir dürfen ihn erwarten. Er kommt zu mir und dir. Für mich und dich. Jesu Liebe hat das letzte Wort. Sören Kierkegaard schreibt: "Es muss doch alles gut werden,weil Christus auferstanden ist."






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